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Sport mit Knorpelschaden

„Wer rastet, der rostet“ – das gilt besonders bei Erkrankungen der Gelenke. Am häufigsten betroffen ist der Knorpel im Knie. Bei chronischen Knieproblemen und Knieschmerzen handelt es sich in den meisten Fällen um Folgen eines Knorpelverschleißes.

Viel Bewegung ist hier besonders wichtig, um vorhandene Beschwerden abzumildern und das Fortschreiten der Knorpeldegeneration zu verhindern. Die vorhandene Knorpelschicht ist zwar nicht durchblutungsfähig, doch die Bewegung ist notwendig, um möglichst viele Nährstoffe mit der Gelenkflüssigkeit auszutauschen. Fehlt diese, verkümmert der noch vorhandene Knorpel. Zudem stabilisieren trainierte Muskeln die Gelenke und bieten ihnen damit einen wertvollen Halt.

Welche Sportarten sind bei Knorpelschaden sinnvoll?

Geeignet sind alle Sportarten, die fließende und sanfte Bewegungen beinhalten, aber trotzdem genügend Reize auf Knochen und Gelenke ausüben, um diese gesund zu halten, wie z. B. Schwimmen, Aquajogging, Nordic Walking, Radfahren, leichtes Wandern, Spazierengehen, Koordinationstraining oder auch Pilates und Gymnastik.

Ungünstige Sportarten bei Knorpelschaden sind z. B. Fußball, Handball, Basketball, Volleyball und Squash, weil das Knie dabei durch die Stoßbelastungen beim Laufen, Springen und bei Richtungswechseln massiv belastet wird. Gerade durch den Volkssport Laufen überbeanspruchen Millionen Freizeitsportler unbeabsichtigt ihr Knie. Vor allem falsche Schuhe, Fehlstellungen wie X- oder O-Beine und zu ehrgeiziges Training sind dabei Gift für ein gesundes Knie!

Ein begleitendes Krafttraining zur Stabilisierung der Beinachse ist gerade dann wichtig, wenn die genannten ungünstigen Sportarten trotzdem weiterhin betrieben werden! Doch auch für das normale Gehen und korrekte Treppensteigen im Alltag ist es wichtig, gezielt die Muskeln von Hüfte und Bein zu stärken.

Krafttraining mit Knorpelschaden

Gut für den Knorpel ist viel Bewegung und wenig Belastung. Für das Krafttraining mit Knorpelschaden gilt: Viele Wiederholungen, wenig Gewicht! Der Belastungsreiz auf die Muskulatur sollte also über eine hohe Anzahl an Wiederholungen kommen und nicht durch hohes Gewicht. Beginne bei allen Knieübungen mit einem Gewicht, mit dem Du locker 20 Wiederholungen schaffst und mache 3 Sätze. Steigere Dich zuerst auf 4 Sätze je 25 Wiederholungen, bevor Du das Gewicht erhöhst.

Wichtig ist ein Training der hinteren Oberschenkel- und Wadenmuskulatur! Entgegen der Meinung vieler ist auch das Training der vorderen Oberschenkelmuskulatur, z. B. in der Beinpresse oder bei Kniebeugen, zu empfehlen. Ein niedriges Startgewicht ist hier besonders wichtig!

Was ist beim Sport mit Knorpelschaden noch zu beachten?

Schmerz ist grundsätzlich tabu! Versuche nicht, über den Schmerz zu trainieren. Nimmst Du z. B. an Kursen im Fitnessstudio teil, solltest Du einzelne Übungen, die Schmerzen verursachen, definitiv auslassen und Dich lieber auf Übungen konzentrieren, die sich ohne große Schmerzbelastung durchführen lassen. Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten empfiehlt sich insbesondere dann, wenn die Schmerzen nicht nur unter Belastung, sondern auch in Ruhe präsent sind. Grundsätzlich ist es immer sinnvoller, das Training zunächst mit Übungen zu beginnen, die einem individuell durch einen Physio- oder Sporttherapeuten empfohlen und auch gezeigt wurden.

Passendes Schuhwerk, Bandagen und angepasste Einlegesohlen können die Beschwerden lindern und sind besonders bei sportlichen Outdoor-Aktivitäten sehr zu empfehlen.

Knorpelschäden können bis zu einem totalen Abbau der Kniegelenksarthrose, führen. Daher solltest Du bei ersten Anzeichen und Schmerzen den Arzt des Vertrauens aufsuchen, um präventiv dem Leiden entgegenzuwirken.